In für geförderte Sozialwohnbauten ausgezeichneter Lage, im dritten Wiener Gemeindebezirk zwischen Rudolfstiftung im Süden und Arenbergpark im Norden befindet sich die Liegenschaft Barichgasse 16 Ecke Boerhaavegasse 4. Auf ihr befand sich ein entlang der Straßenfront Barichgasse errichtetes, typisches Wiener Gründerzeithaus. Von einem Vorfahren der gegenwärtigen Eigentümer im Jahr 1861 errichtet, verfügte es im Errichtungsjahr über 20 Wohnungen und ein Geschäftslokal in einem Erd- und 3 Obergeschossen. Die restliche Liegenschaft war immer unbebaut und stellte daher entlang der Front Boerhaavegasse eine Baulücke zwischen der Hausnummer 2 und dem eigenen Zinshaus mit Front Barichgasse dar.
Prof. Dr. Christoph Riccabona, seit langem mit der Wohnbauphilosophie der „wvg“ vertraut, entwarf ein Projekt, das gleichermaßen zeitgemäße und preiswerte Wohnungen im Altbau mit ca. 3 m lichter Höhe, im Neubauteil mit ca. 2,50 m lichter Höhe, zur Folge hatte. Wichtig dabei war vor allem, dass die jeweiligen Vorzüge der Gebäudeteile für sich betont wurden, die jeweiligen Mankos aber durch die Vorzüge der gemeinsamen Allgemeinflächen kompensiert werden sollten.
So wurde also:
- Der Altbauteil „untergraben“ um die neuen Garagen beinahe vollflächig über die gesamte Liegenschaft schaffen zu können, um der gerade in diesem Stadtteil wichtigen Stellplatzverpflichtung nachzukommen.
- Das Althaus mit dem neubauteilgleichen Dachgeschoss und der einheitlichen Dachlandschaft überbaut und mit einem zweigeschossigen Erker im Eckbereich der Liegenschaft verbunden.
- Der Keller- und Erdgeschossbereich wurden beinahe ausschließlich für die, die beiden Häuser verbindenden, großzügigen Eingangs- und Aufschließungsbereiche, Kinderwagen- und Fahrradabstellräume, Garagen und Parteienkeller verwendet.
Obwohl die neugeschaffenen Wohnflächen im Neubau- und Dachgeschossbereich mehr als doppelt so groß sind, wie die Altbaunutzflächen, wurde die Wohnbauförderung ausschließlich nach dem 2. Hauptstück des WWFSG gewährt. Dies hatte vor allem zur Folge, dass die Förderungsdauer für das ganze Haus nur 15 Jahre – also 10 Jahre weniger als bei üblichen Neubauten – beträgt. Aufgrund dieser Förderung sind die Deckungsmieten nach Wohnbauförderung für alle Gebäudeteile in Ansehung der guten Lage so niedrig, dass die Vermietung bereits bei Mitte der Bauzeit vollständig erfolgt war.
Das im Jahr 2002 übergebene und 2003 mit dem Stadterneuerungspreis 1. Platz ausgezeichnete Objekt besteht aus insgesamt 37 Wohnungen (Nutzflächen von ca. 53 bis 128 m²), wovon 23 in unbefristeter Hauptmiete neu vergeben wurden. Im Altbau- und Neubau führen Aufzüge jeweils bis ins Dachgeschoss und im Erdgeschoss befinden sich neben einer gut ausgestatteten Waschküche 2 Kinderwagen- und Fahrradabstellräume sowie ein Müllraum. Der Innenhof wurde gärtnerisch gestaltet.
| Bauende: | 22.11.2002 |
| Architekt: | DI Dr. Riccabona |
- wvg Bauträger Ges.m.b.H.
- Barichgasse 40-42, 1030 Wien
- Tel.: (01) 972 73
- Fax: (01) 972 73 - 15
- e-Mail: office@wvg.at
- Geschäftsöffnungszeiten:
- Mo-Do: 08:00 - 17:00 Uhr
- Fr: 08:00 - 14:00 Uhr